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Auferweckung eines toten Mädchens

Ein anderes Ereignis aus seiner Jugendzeit macht deutlich, daß Mahaprabhuji von Kindheit an über göttliche Kräfte verfügte, daß sein Wille sogar den Tod zu besiegen vermochte.

So nahm Mahaprabhuji eines Tages mit seinen Eltern an einer Hochzeit teil; diese wurde durch den plötzlichen Tod eines der Gäste - eines Mädchens namens Durga - überschattet. Auf dem Wege zur Stätte der Verbrennung kam der Trauerzug an Mahaprabhuji vorbei, der unter einem Baum meditierte. Mahaprabhuji blickte auf und fragte:

"Wohin tragt ihr dies Mädchen?"

Der Vater des Mädchens begann wieder zu weinen und antwortete:

"Meine Tochter ist plötzlich verstorben, und wir geben ihrem Körper das letzte Geleit zum Verbrennungsplatz."

Da sprach Mahaprabhuji:

"Das Mädchen ist nicht tot. Gebt ihr einige Blätter von diesem Neem-Baum, und sie wird wieder erwachen!"

Der trauernde Vater bat Mahaprabhuji, dem Mädchen mit eigenen Händen die Blätter zu geben. Mahaprabhuji tat dies und rief dabei zweimal ihren Namen. Und siehe - das Mädchen öffnete die Augen, setzte sich auf und aß die bitteren Blätter, umringt von der ehrfürchtig staunenden Menge.

Leichthin läßt sich aussprechen: "Mahaprabhuji erweckte das Mädchen vom Tode zum neuen Leben" - denn es war ja wirklich tot gewesen - doch: was bedeutet es, dieses Geschehen in seiner gesamten Tragweite zu begreifen, zu erfassen? Unser Intellekt freilich ist nicht ohne weiteres gewillt, Wunder anzuerkennen - doch laßt uns, frei von Skepsis, gemeinsam darüber nachdenken.

Allwissenheit und die Befähigung, alle Ebenen, alle Welten des Kosmos zu sehen, sind nur einer vollkommenen, göttlichen Inkarnation zu eigen. Mahaprabhuji kannte die Herzen der Menschen und wußte auch, wo sich die Seele des Mädchens befand. Dies verstehen zu wollen, muß in der begrenzten, menschlichen Welt scheitern, überschreitet es doch weit die Fassungskraft unseres Denkvermögens. Die Blätter, die Mahaprabhuji dem Mädchen zu essen gab, erfüllten lediglich eine symbolische Funktion - denn nicht die Wirkstoffe der Blätter, sondern der Segen Mahaprabhujis gab dem Mädchen das Leben zurück.

Und jenes Mädchen wuchs zur Frau heran und heiratete. Als sie sich im Alter von fünfundsiebzig Jahren endgültig von der Welt verabschiedete, hinterließ sie eine große Familie mit zahlreichen erwachsenen Kindern und Enkelkindern.

Nach dieser wunderbaren Begebenheit kehrte Mahaprabhuji mit seiner Familie wieder nach Hause zurück. Er hatte drei jüngere Brüder, Chatur Puriji, Prem Puriji und Nanu Puriji - und eine Schwester namens Mangan Deviji. Von allen geliebt und geachtet, lebte die Familie in vollkommener, nie getrübter Eintracht und Harmonie zusammen. Oft schien es den Dorfbewohnern, als erblickten sie in den vier Brüdern die Inkarnationen Gott Ramas und seiner Geschwister Lakshmana, Bharata und Shatrughna.

 

 

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Übersicht: Die Inkarnation des Göttlichen Selbst OM VISHWA DEEP in Gestalt von Sri Mahaprabhuji

 

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