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Mein Besuch in Europa

Einer meiner nahestehendsten und vertrautesten Schüler, Paramhans Swami Maheshwarananda, ist nach Europa gegangen, um dort Mahaprabhujis Botschaft zu verbreiten. Er errichtete in mehreren Ländern Yoga-Zentren und Ashrams.

 Im Jahr 1975 erhielt ich von den europäischen Schülern eine Einladung, Europa zu besuchen. Im März des Jahres schickte mir Paramhans Swami Maheshwarananda ein Flugticket, und am ersten Mai 1975 reiste ich nach Europa ab.

In Wien wurde ich von den europäischen Schülern sowie von Paramhans Swami Maheshwarananda herzlich empfangen, und im Wiener Ashram wurde für mich ein Willkommens-Satsang abgehalten. Der Vorsitzende der Österreichisch-Indischen Yoga-Vedanta-Gesellschaft, die Paramhans Swami Maheshwarananda gegründet hatte, sprach die Begrüßungsworte.

Danach sprach ich zu den Anwesenden. Ich sagte:

"Das Göttliche Selbst ist Eines - allgegenwärtig im gesamten Universum. Ebenso ist die Menschheit nur eine - die Kreation des Einen, der die ganze Welt erschuf. Ein Dharma gilt für alle Menschen; Ein höchstes Ziel ist ihnen gemeinsam. Zu diesem Ziel führen verschiedene Wege, die letztlich alle in Gott münden und sich mit Ihm vereinigen.

Der Weg zu Gott, zu Glückseligkeit, Freude und Überwindung von Leid besteht in der Erkenntnis der Wirklichkeit. Der Pfad zur Wahrheit ist jener, auf dem man, den Dualismus entfernend, Non-Dualismus verwirklicht. 'Enter the Kingdom of the Lord through the Gate of Sacrifice' ("Betritt das Königreich Gottes durch die Pforte der Entsagung"). All unsere Schwierigkeiten können wir nur beenden, indem wir unsere selbstsüchtigen Wünsche überwinden und ihnen entsagen. Der menschliche Körper ist ein überaus wertvolles Juwel. Nur im menschlichen Leben ist es möglich, weltliches und spirituelles Wissen zu verwirklichen."

 

Hierauf wurden von den Anwesenden Fragen gestellt.

 

 

Frage:

"Guruji! Was können wir durch Satsang gewinnen?"

Antwort:

"Satsang vermittelt spirituellen Frieden und göttliche Gnade. Satsang heißt "gute Gesellschaft". Durch gute Gesellschaft wird der Mensch selbst gut. Das Selbst und das Höchste Selbst (Atma und Paramatma) können ohne Satsang nicht verwirklicht werden, denn dazu ist es notwendig, mit weisen Menschen Umgang zu pflegen. Auch sollten wir solche Nahrung vermeiden, die Spannungen, Ängste und Leidenschaften in uns hervorruft. Statt dessen nehmt reine und sattvische Speisen zu euch."

Frage:

"Unsere Wissenschaftler und Ärzte sagen, daß alkoholische Getränke, Fleisch, Fisch und Eier im menschlichen Körper Energie erzeugen. Glaubst Du, daß diese Gelehrten unrecht haben?"

Antwort:

"Allenfalls können diese Speisen die physische Kraft vermehren - doch ist ihre Energie von niedriger Schwingung! Wenn jemand sein Bewußtsein dem der Tiere gleich machen möchte, so mag er diese Art von Nahrung zu sich nehmen. Wir aber streben danach, unsere niedrigen Qualitäten in göttliche zu verwandeln. Wer dies erreichen will, soll bei der Reinheit der Nahrung beginnen. Außerdem sollten die Aspiranten auf ihre Gesundheit achten und Körper und Geist durch Atemkontrolle reinigen. So können sie die göttliche Glückseligkeit erlangen."

Frage:

"Guruji! Wie kommt es, daß gerade in Indien göttliche Seelen in so großer Zahl inkarnieren? Warum nicht in anderen Ländern? Ist Gott denn parteiisch, so daß er die Inder bevorzugt?"

Antwort:

"Gott ist gerecht. Seine Gesetze und seine Gerechtigkeit sind unveränderlich. Daß eine große Anzahl von spirituell hochvollendeten Seelen in Indien inkarniert, kommt nur daher, daß Indien ein sehr spirituelles Land ist."

 

Solche Satsangs und Fragestunden hatten wir mehrere Tage lang. Nach einem Yogaseminar, das unter der Leitung von Paramhans Swami Maheshwarananda stattfand, besuchte ich noch einige österreichische Städte und bereiste auch die Tschechoslowakei. In Prag untersuchte ein Ärzteteam meine yogischen Fähigkeiten mittels Messung der Energieströme im Gehirn (EEG). Sie waren von dem Ergebnis überrascht, das offenbarte, daß man durch Yoga-Techniken sein Gehirn in einen vollkommenen Ruhezustand versetzen kann.

Nachdem ich eine Reise durch mehrere europäische Länder unternommen hatte, kehrte ich im August nach Indien zurück.

 

 


 

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